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Wir kämpfen dafür, dass es so bleibt!


Aktuelle Informationen:

Montag, 05.02.2019:

In der Causa "Feldringer Böden und Schafjoch" herrscht momentan gespannte Ruhe. Ursprünglich sollte der Gemeinderat Silz in dieser Woche eine Vorentscheidung treffen.  Nachdem bei der öffentlichen Gemeindeversammlung am 25.01., die als "Stimmungsbarometer" angekündigt wurde, das Pendel extrem in  unsere Richtung  ausgeschlagen hatte (90 Prozent der Wortmeldungen waren gegen das Projekt.), wurde dieser Tagesordnungspunkt zunächst einmal verschoben. Auch für uns kam diese klare Stellungnahme der Silzer Bürger überraschend, da ja viele von ihnen Aktien bei den Kühtaier Bergbahnen halten. In der Lokalpresse sieht das so aus: http://www.feldring.at/presse/OR_300119-2.pdf

Sogar in der Frankfurter Rundschau fand das Ereignis seinen Niederschlag: http://www.feldring.at/presse/FR_Skitourismus_Tirol_Salzburg.pdf und in der ZDF heute-Show vom 01.Februar wurden Teile "unseres" ARD-Beitrages verwendet - zu Erheiterung: https://m.youtube.com/watch?v=-tPZOLJlcVQ.


Projektpräsentation in Mötz:

Präsentation

Die Betreiber des "Schigebietszusammenschlusses Hochoetz - Kühtai" präsentieren ihr Projekt bei der Podiumsdiskussion am 16.11.2018 im Mötzer Gemeindesaal (pdf) ...

OFFENER BRIEF AN DEN LANDESHAUPTMANN

Wir befürchten, dass unter dem Eindruck wachsender Widerstände in der Bevölkerung noch rasch vollendete Tatsachen geschaffen werden sollen.

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann,

ich wende mich an Sie im Namen jener fast 8000 Menschen, die in den vergangenen Wochen auf der Plattform www.mein.aufstehn.at unsere Petition zum Schutz der unberührten Naturlandschaften Tirols unterzeichnet haben und jener noch schweigenden Mehrheit im Land, die mit wachsender Sorge eine Entwicklung verfolgt, die den touristischen Ausverkauf des Landes zur Folge hat.
Zu lange haben Sie und Ihre Partei dieser Entwicklung tatenlos zugesehen, zu lange illegale Baumaßnahmen in sensiblen Gletscherregionen toleriert und nachträglich genehmigt. Zu lange haben Sie die Seilbahn- und Tourismuslobby bedient und deren Wünsche zu fast 100 Prozent erfüllt. Schon jetzt sind 4 Prozent der Landesfläche für schitechnische Maßnahmen reserviert und noch immer scheint dies der Profitgier vieler Seilbahngesellschaften nicht zu genügen. Ohne jegliches Verkehrskonzept werden zehntausende PKW in die Täler geleitet und verstopfen Straßen und Tunnel, belasten die lokale Bevölkerung.
Herr Landeshauptmann, es reicht nicht, Ihren kleinen Koalitionspartner vorauszuschicken und sich dann bequem zurückzulehnen. Übernehmen Sie die Verantwortung und stoppen Sie diese Fehlentwicklung. Warten Sie nicht, bis auf Tiroler Straßen und Hauswänden die Parole "Tourists go home" zu lesen ist, wie das in vielen touristisch überlaufenen Städten Europas schon der Fall ist.
Wir brauchen den Tourismus in diesem Land. Wir haben nichts gegen eine maßvolle und nachhaltige Entwicklung. Was uns Sorgen bereitet, ist die Maßlosigkeit und die Gier, mit der immer mehr wertvolle Naturlandschaften beansprucht werden. Setzen Sie diesem Expansionsstreben und der Gigantomanie Grenzen! Es geht dem Tourismus so gut wie nie zuvor. Ein Gästerekord jagt den anderen. Wann ist es genug, wann endlich werden die Touristiker und Seilbahngesellschaften zufrieden sein?
Wir Tiroler und auch immer mehr Gäste wollen unverbrauchte Naturlandschaften als Rückzugs- und Erholungsgebiete. Sie sind Teil unserer Tiroler Identität, unserer Seele. Wir wollen und werden ihrer fortschreitenden Zerstörung nicht tatenlos zusehen. Die Menschen möchten mitreden und mitentscheiden, was vor ihrer Haustüre passiert. Reden Sie mit uns, statt über unsere Köpfe hinweg zu entscheiden. Die Leute machen sich Gedanken um ihre Zukunft und die ihrer Kinder. Niemand möchte in einem Alpendisneyland leben als Gast im eigenen Land.

Herr Landshauptmann, stoppen Sie die Beschlussfassung zu einem Tiroler Seilbahn- und Schigebietsprogramm, das überwiegend die Interessen der Seilbahnlobby vertritt! Verordnen Sie sich und der Landesregierung eine Nachdenkpause und suchen Sie nach Möglichkeiten einer nachhaltigen Entwicklung, die auch zukünftigen Generationen noch Freiräume bietet!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gerd Estermann
Sprecher der überparteilichen Bürgerinitiative
"NEIN ZUR ZERSTÖRUNG VON FELDRINGER BÖDEN UND SCHAFJOCH"


Deine Stellungnahme zum Entwurf des Tiroler Seilbahn- und Schigebietsprogrammes 2018 (TSSP2018)

Du kannst deine eigene Stellungnahme noch bis 2.November 2018 an folgende Email-Adressen (am besten an alle drei) senden.
Dazu gibt es keinerlei Formvorschriften, deine Email kann kurz oder lang sein, ganz egal. Am besten Du bringst in eigenen Worten deine Meinung zum Ausdruck, unter dem Motto "Genug ist genug!".

Wenn Du auf den folgenden Link klickst, findest Du dort unsere Stellungnahme, die Du gerne als Vorlage verwenden aber auch abändern kannst!

Unsere EMail-Vorlage

Danke für deine Unterstützung!
Gerd Estermann

Weitere Beispiele für eine Stellungnahme findest Du hier ...

Unsere Stellungnahme zum Entwurf des Tiroler Seilbahn- und Schigebietsprogramms (TSSP2018)

Eines der wesentlichsten Merkmale der faszinierenden Bergwelt Tirols ist die Ursprünglichkeit seiner Naturlandschaften. Diese zu schützen und zu bewahren ist eine zentrale Aufgabe der Tiroler Landesregierung. Das TSSP2018 in der derzeitigen Form wird diesem Auftrag in keinster Weise gerecht.
Schon jetzt sind 4,07% der Landesfläche als Schigebiete ausgewiesen. (Im Vergleich dazu sind nur 12,4% für eine Dauerbesiedelung geeignet.) 3400 Pistenkilometer - das entspricht einer Piste von Innsbruck bis Grönland - und mehr als 1000 Aufstiegshilfen stehen zur Verfügung. Dafür wurde die Zerstörung großer bis dahin weitgehend unberührter Gebiete in Kauf genommen.

Wir sind der Meinung, dass damit Schluss sein muss - Genug ist genug! - und fordern:
  • Die Überarbeitung des TSSP2018, insbesondere der sehr irreführenden Definition von Schigebietserweiterungen und -zusammenschlüssen, die viel Spielraum für Neuerschließungen lässt.
  • Keine Erschließungs- oder Erweiterungsmaßnahmen außerhalb der ausgewiesenen Schigebietsgrenzen.
  • Stärkere Berücksichtigung von Natur- und Umweltschutz auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit unter dem Aspekt des Klimawandels.

Niemand stellt die Bedeutung des Tourismus für unser Land in Frage, aber wir müssen auch für nachkommende Generationen noch Rückzugs- und Erholungsräume erhalten.
Wenn der Klimawandel in absehbarer Zeit den Schitourismus zurückdrängen wird, werden naturbelassene Landschaften unser wichtigstes Kapital sein.

Dr.Gerd Estermann
"NEIN ZUR ZERSTÖRUNG VON FELDRINGER BÖDEN UND SCHAFJOCH"
Überparteiliche Bürgerinitiative


Interessierte finden hier einige Dokumente von tirol.gv.at:

(Die Dokumente werden - je nach Browser - in jeweils eigenen Tabs/Fenstern angezeigt oder herunter geladen)


Die Bürgerinitiative "NEIN ZUR ZERSTÖRUNG VON FELDRINGER BÖDEN UND SCHAFJOCH" erfreut sich ungebrochenen Zulaufs.
Mehr als 13.850 Unterschriften wurden über die Plattform mein.aufstehn.at bereits gesammelt und es werden immer mehr.

Jetzt haben auch die sehr mitgliederstarken Alpinvereine "Naturfreunde Tirol" mit mehr als 4.500 aktiven Mitgliedern und der "Österreichische Alpenverein", der allein in Tirol mehr als 106.000 Mitglieder zählt, ihre Unterstützung zugesagt.

Gemeinsam möchte man eine starke Allianz gegen die weitere Zerstörung von Naturlandschaften in Tirol durch Übererschließung bilden.
Die Feldringer Böden könnten ein Prüfstein für die Neufassung bzw. Verlängerung der Seilbahngrundsätze und ihre Wirksamkeit sein.
(25.09.2018).