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25 Jahre „Hannibal“ am Rettenbachferner sind genug

25 Jahre „Hannibal“ am Rettenbachferner sind genug
Foto: Lois Hechenblaikner

Das Gletscherschauspiel "Hannibal" feiert am 10. April sein 25-jähriges Jubiläum. Die Bürgerinitiative Feldring kritisiert vor allem den enormen Einsatz von Pyrotechnik, bezweifelt den kulturellen Wert der Veranstaltung und hinterfragt, ob ein derart martialisches Schauspiel angesichts eines realen Krieges in Europa angebracht ist.

Zurzeit wird auf allen Ebenen versucht, fossile Treibstoffe einzusparen. Da ist der exzessive Verbrauch von Diesel und Kerosin für ein Event, das aus unserer Sicht völlig aus der Zeit gefallen ist, sicher kein geeignetes Signal. Nach (KI-generierten) Schätzungen werden in Zusammenhang mit der "Hannibal"-Inszenierung mehr als 100 Tonnen CO2 freigesetzt.

Im Zusammenhang mit der eingesetzten Pyrotechnik sehen wir neben der  Feinstaubbelastung im Publikumsbereich eine erhebliche Gefahr für den Gletscher und sein Schmelzwasser durch den schwermetallhaltigen "Fallout" der Feuerwerkskörper.

Für uns stellt sich auch die Frage, auf welcher Grundlage für "Hannibal" eine naturschutzrechtliche Genehmigung erteilt wurde und ob diese in Zukunft noch vertretbar ist.

Bürgerinitiative kritisiert Gletscherspektakel
Die Bürgerinitiative Feldring kritisiert das Gletscherspektakel „Hannibal“ auf dem Rettenbachferner in Sölden. Kritisiert werden vor allem die ökologischen Auswirkungen von Pyrotechnik und CO2-Ausstoß. Der exzessive Diesel- und Kerosinverbrauch sei „aus der Zeit gefallen“.