Keine Windparks auf Feldringer Böden und Amberg
Keine Naturzerstörung für unseren Energiehunger
Im Bereich Feldringer Böden und dem westlich angrenzenden Amberg sind zwei Windparks geplant. Auf den als Erholungsgebiet sehr beliebten Feldringer Böden möchte die Innsbrucker Firma Androschin Energie in Kooperation mit dem niederösterreichischen Unternehmen ECOwind acht Windräder mit jeweils ca. 200 m Gesamthöhe errichten. Am Amberg plant die Verbund Green Power GmbH, eine Tochtergesellschaft der Verbund AG, an der auch die Tiwag mit 8,28 Prozent beteiligt ist, den Bau von vier Windkraftanlagen, eine davon in unmittelbarer Nähe des idyllischen Amberger Sees (Brandsee), der als Teil eines Naturschutzgebietes ausgewiesen werden soll. In beiden Arealen finden aktuell Windmessungen statt.
Die Bürgerinitiative Feldring und Mountain Wilderness Deutschland e.V. protestierten gemeinsam am Samstag, 09. Mai gegen die geplante Zerstörung der weitgehend ursprünglichen Hochplateaus. Beide NGOs betonen die Notwendigkeit des Umstiegs auf regenerative Energien, fordern aber, Naherholungsgebiete und wertvolle Naturlandschaften von der Nutzung durch Windkraftanlagen auszunehmen. Die Region Kühtai-Hochoetz hat mit drei Stauseen (der Längentalspeicher ist gerade im Bau) bereits sehr viel zur Energiewende beigetragen.

Die Protestaktion steht in Zusammenhang mit dem Tag zum Schutz der Alpen, der vor vier Jahren von der BI Feldring, Protect Our Winters Austria (POW) und der zivilgesellschaftlichen Kampagnenorganisation #aufstehn proklamiert wurde und jeweils am ersten Freitag im Mai jeden Jahres (dieses Jahr wegen des 1.Mai-Feiertages auf den 8.Mai verschoben) auf die Bedrohung der Alpen durch Übererschließung und Übernutzung aufmerksam machen soll. BI Feldring und Mountain Wilderness Deutschland sind Teil des Netzwerks PAN (Protect Alpine Nature), das NGOs, Bürgerinitiativen und Umweltorganisationen der Alpenländer umfasst.
Die Aktion in den Medien:
Alpin.de: "Natur darf nicht geopfert werden": Protestaktion gegen Windpark bei Kühtai