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Klimakampagne mir Reinhold Messner

Tina hatte vor kurzem die Gelegenheit bei einer Klimakampagne mit Reinhold Messner unsere Bürgerinitiative und unsere Ziele vorzustellen.


Die Bagger am Weißseejoch sind bereits aufgefahren - auf 3000m Seehöhe

In starkem Kontrast zu den Versprechungen der Tourismusverantwortlichen für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur wird derzeit wieder im Hochgebirge gebaggert. Nur wenige Meter von der italienischen Grenze entfernt sind die Bagger aufgefahren, um einen neuen Lift im Bereich Weißseejoch im Kaunertaler Gletscherskigebiet zu errichten. Es liegt die Vermutung nahe, dass dies ein Schritt zu einem grenzüberschreitenden Zusammenschluss mit dem Südtiroler Langtauferer Tal ist, der mit massiver Zerstörung der hochalpinen Natur verbunden wäre. Die Baumaßnahmen finden teilweise außerhalb der ausgewiesenen Skigebietsgrenzen statt.

Die Landesumweltanwaltschaft hat diese schon im Vorfeld heftig kritisiert: TT vom 12.6.2021: "Neue Bahn am Kaunertaler Gletscher kommt, Umweltanwalt mit scharfer Kritik"

Neben der Bürgerinitiative Feldring weist nun auch der WWF Austria auf den Flächenfraß im Hochgebirge hin: WWF Austria auf Facebook

Weitere Informationen findet ihr in unserer aktuellen Presseaussendung

Bauarbeiten am Weißseejoch (Fotos: Ludwig Knabl)

Bauarbeiten am Weißseejoch (Fotos: Ludwig Knabl)


Offener Brief an Landeshauptmann Günther Platter

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann,

Ganz Tirol freut sich darüber, dass mit dem Abebben der Pandemie auch die Gäste aus dem In- und Ausland wieder unser Land besuchen und sich an dessen herrlicher Natur erfreuen können. Vor wenigen Tagen haben Sie in vielen Medien den neuen Tiroler Weg im Tourismus angekündigt. Von Nachhaltigkeit und einem Perspektivenwechsel ist da die Rede. Man wolle nicht mehr auf Masse, sondern auf Qualität setzen.

Viele Menschen glauben nun tatsächlich an einen echten Sinneswandel, der nicht zuletzt durch den tief sitzenden Corona-Schock ausgelöst worden sein könnte.

Erlauben Sie mir, Herr Landeshauptmann, einige konkrete Fragen zum propagierten neuen Tiroler Weg zu stellen:

  • Fast zeitgleich mit der Ankündigung eines weitreichenden Strategie- und Perspektivenwechsels wurde bekanntgegeben, dass das Land schon Anfang Mai grünes Licht für den Bau eines neuen Lifts auf das Weißjoch im Kaunertaler Gletscherskigebiet gegeben hat, der noch in diesem Jahr realisiert werden soll. Wie ist diese Vorgangsweise mit dem angekündigten Prinzip der Nachhaltigkeit oder dem schonenden Umgang mit Naturressourcen vereinbar? Wie sehr sehen Sie Ihre eigene und die Glaubwürdigkeit der Tourismusverantwortlichen durch diese widersprüchliche Ankündigungspolitik beschädigt? Wie wollen Sie die Glaubwürdigkeit wieder herstellen?
  • Derzeit liegen viele Anträge der Seilbahnindustrie für den Ausbau, die Erweiterung und den Zusammenschluss von Skigebieten beim Land. Hier die wichtigsten Vorhaben:

    • Nauders – Schöneben
    • Kaunertaler Gletscher – Langtauferer Tal
    • See – Fiss / Serfaus
    • St. Anton - Kappl
    • Ötztal - Pitztal
    • Hochötz - Kühtai
    • Mutterer Alm - Axamer Lizum
    • Silian - Sexten
    • Spieljoch - Hochzillertal
    • Axamer Lizum - Schlick 2000
    • Neustift - Schlick 2000

    Wie sieht der neue Weg im Umgang mit diesen Projekten aus, die mit massiven Eingriffen in die hochalpine Natur unseres Landes verbunden sind?

  • Das Tiroler Seilbahn- und Skigebietsprogramm spiegelt in seiner aktuellen Fassung in hohem Maße die Wünsche der Seilbahnbetreiber wider. Wie könnte eine Neufassung oder Novellierung des TSSP nach den neuen, selbst verordneten Richtlinien aussehen? Würden der absolute Gletscherschutz und verbindliche Ausbaugrenzen darin enthalten sein?
  • In der aktuellen Ausgabe der Landeszeitung glänzt LR Johannes Tratter mit einer Erkenntnis, die längst jedes Tiroler Schulkind gewonnen hat: "Da wir nur über 12 Prozent der Landesfläche als dauerbesiedelbaren Raum verfügen, ist ein nachhaltiger Umgang mit Grund und Boden gerade in Tirol wesentlich."

    Tirol ist Europameister im Bodenverbrauch. Was möchte die Tiroler Landesregierung unternehmen, um dem Wildwuchs von Zweitwohnsitzen, Chaletdörfern und Großhotels wirksam zu begegnen? Wie kann man die Befangenheit und teilweise Überforderung der Bürgermeister durch eine Verlagerung der Zuständigkeiten beheben?

Mit der Fortsetzung der bisherigen Politik wird der nächsten Generation die Zukunft im wahrsten Sinne des Wortes "verbaut".

Das einzig Nachhaltige an der Erschließung weiterer Gletscher ist deren Zerstörung.

Das negative Image des Tiroler Tourismus ist hausgemacht. Die Abgehobenheit der Akteure hat wesentlich dazu beigetragen, die Einheimischen fühlen sich in vielen Fragen des Ausbaus touristischer Infrastruktur übergangen.

Herr Landeshauptmann, machen Sie Politik für die Bevölkerung und nicht für Investoren und Spekulanten, deren einziges Interesse die Vermehrung ihres Vermögens ist!

Mit naturverbundenen Grüßen,

Dr. Gerd Estermann

Der Pistenbau ist mit massiven Eingriffen in die Natur verbunden (Foto: Christian Lendl)

Der Pistenbau ist mit massiven Eingriffen in die Natur verbunden (Foto: Christian Lendl)


Der Urwald vor der Haustüre

Wenn man hierzulande vom Urwald spricht, denkt man unweigerlich an tropische Regenwälder mit exotischen Tieren und Pflanzen. Urwälder gibt es aber auch bei uns, allerdings nur mehr in sehr geringem Ausmaß. Ein Urwald ist ein unberührtes Waldgebiet, das in vielen tausend Jahren ohne den Einfluss von Menschen gewachsen ist. Hier wächst also alles so, wie die Natur es will. Im Unterschied zu anderen Wäldern werden Urwälder nicht oder nur sehr wenig vom Menschen genutzt. Im Tiroler Oberland zählt das Radurschltal mit seinen uralten Zirbenwäldern zu den Relikten ursprünglicher alpiner Vegetation. Sie sind Teil der größten geschlossenen Zirbenbestände der Ostalpen.

Ein ganz besonderer Urwald im mittleren Oberinntal ist das Forchet. Seinen unverwechselbaren Charakter verdankt der Forchetwald der Entstehung durch einen riesigen Felssturz vom Tschirgant vor etwa 3000 Jahren. Große Felsblöcke geben Zeugnis von diesem Elementarereignis. Seit drei Jahrtausenden hat sich der Wald kaum verändert. Das liegt einerseits daran, dass eine forstliche Bewirtschaftung in vielen Bereichen schwierig ist. Gleichzeitig schränkt die geringe Humusschicht das Wachstum der Bäume ein. Der sogenannte Schneeheide-Kiefernwald verdankt seinen Namen den dominierenden Pflanzenarten und bildet einen ökologisch wertvollen und einzigartigen Lebensraum, der eine große Zahl geschützter Tier- und Pflanzenarten beherbergt. Während der größere Teil des Forchets auf Roppener und Sautner Gemeindegebiet bereits unter Schutz steht, ist das Haiminger Forchet den Begehrlichkeiten der lokalen Politik schutzlos ausgesetzt. Dabei ist der Talwald in unmittelbarer Nähe der Siedlungen ein einzigartiges Erholungsgebiet für die Bevölkerung der Region. Die Gemeinde ist zu hundert Prozent Eigentümer des Waldgebietes. Seit Jahren dringen Siedlungs- und Gewerbezonen immer weiter in den wertvollen Naturraum vor. Der flächenzehrende Bau des Handle-Gebäudes mitten im Waldgebiet wurde durch die Initiative engagierter GemeindebürgerInnen in letzter Minute verhindert. Doch die Abholzung des Forchet für Gewerbe- und Siedlungsflächen hat damit noch lange kein Ende gefunden. Im neuen Örtlichen Raumordnungskonzept wurde soeben die Umwidmung von weiteren 12 ha freigegeben. Jetzt soll eine 4000m2 große Halle am Rand des Forchetwaldes gebaut werden. Der Landesumweltanwalt hat bereits Einspruch dagegen erhoben.

Doppelmoral und kleinräumige Aktionen

Die Zerstörung des Amazonas Regenwaldes durch Brandrodung erregt auch hierzulande die Gemüter. Überraschend, dass sein Schutz für viele Menschen einen höheren Stellenwert zu haben scheint als der Erhalt intakter Naturlandschaften vor der eigenen Haustür. Leider werden Landschaften noch immer in erster Linie nach ihrem wirtschaftlichen Nutzen beurteilt. Nur dort, wo sich die landwirtschaftliche oder forstwirtschaftliche Nutzung nicht lohnt, darf sich Natur frei entfalten. Die höchste Rendite aber verspricht die Aufschließung von Siedlungsgebiet. Der Druck auf die letzten noch nicht verbauten Flächen des Inntales steigt permanent.

Es gibt aber auch gut gemeinte Aktionen. So haben sich mehrere Gemeinden des mittleren Oberinntales zur Aktion "Das Inntal summt" zusammengetan. Nicht genutzte Flächen werden mit Wiesenblumen bepflanzt, um Futter für die Bienen bereit zu stellen. Waren Blumenwiesen noch vor wenigen Jahrzehnten natürlicher Bestandteil unserer Kulturlandschaft, so bedarf es heute schon fachkundiger Anleitung, um diesem Vorbild nachzueifern. Die Bemühungen sind wohl nur der sprichwörtliche winzige Tropfen auf den heißen Stein, sie sind aber geeignet, das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Bedeutung von artenreichen Wiesen zu stärken. Effizienter ist es allemal, vorhandene, noch intakte Lebensräume unter Schutz zu stellen. Dies gilt insbesondere für das Forchet, einem der letzten Reste eines ursprünglichen Talwaldes.

Noch ist nicht allen Bewohnern der Region bewusst, welches Kleinod sie direkt vor ihrer Haustür besitzen, doch in immer breiteren Schichten der Bevölkerung setzt sich die Einstellung durch, dass Natur einen Wert an sich darstellt, unabhängig vom ökonomischen Nutzen.

Erikablüte Forchet c Marianne Götsch

Foto: Erikablüte Haiminger Forchet (Foto: Marianne Götsch)


Hilfeschrei des Haiminger Forchet

Das Haiminger Forchet ist ein wertvoller Naturraum im Bereich des Tschirgant-Bergsturzes. Es stellt nicht nur einen ökologisch einzigartigen Lebensraum dar, sondern ist auch ein beliebtes Naherholungsgebiet. Dieser letzte verbliebene Naturwald im Talboden des Tiroler Inntales wird zunehmend gerodet, um neues Bauland zu erschließen. Mit der Genehmigung des Raumordnungskonzeptes der Gemeinde Haiming durch das Landesverwaltungsgericht schreitet die Zerstörung einer letzten Insel von Naturbelassenheit im intensiv genutzten und dicht verbauten Inntal weiter fort.

Das Forchet hat nun, in Gestalt eines Haiminger Bürgers, einen Hilfeschrei in Form eines Leserbriefes ausgesandt:

Meine lieben Oberländer!

Ich bin’s euer Haiminger Forchet. Habt sicher schon von mir gelesen in letzter Zeit. Nicht gut steht's, darum wollte ich mich melden.

An die Wäsche soll’s mir gehen, von allen Seiten. Baubedarf gibt es, Wohnprojekte und Industrieflächen wollen sie von mir haben. Weil es halt alles viel zu wenig sei, drum gibt es keine Alternative. Dabei ist Österreich ja eh schon Flächenverbrauchs-Europameister, Tirol intern am Stockerl, ja und Haiming ganz vorne im Spitzenfeld des Oberlandes. Aber müssen wir unbedingt in dieser Disziplin so erfolgreich sein? Es gebe auch andere tolle Wettbewerbe wie Nachhaltigkeit oder Naturverträglichkeit. So gemütlich hätte ich’s mir in Haiming gemacht. Der Inn und die Ache schlingen sich um mich, und zwei schöne Siedlungsgebiete mit Ötztal Bahnhof und dem Haiminger Kern liegen dicht an mir. Viele Menschen von dort besuchen mich täglich. So erholsam sei ich anscheinend, sagt man. Und trotzdem wird gestritten. Über die Größe, was von mir wichtig ist oder eben nicht. Ja und ob jetzt da oder dort ein Zeh oder ein Finger von mir fehlt, sei zu verkraften. Dabei bin ich ja eh schon vielen Orts zerrissen. Komm mir vor wie eine löchrige Jeans. Das mag ja modern sein, aber wenn es dann zu viele Löcher sind, wird man schon mal weggeworfen. Es gibt genug Geschwister von mir, denen es so ergangen ist. Aber auch Freunde, die es geschafft haben, kenne ich, Silzer Pirchet und Roppener Forchet zum Beispiel. Auch die Feldringer Böden aus meiner Region haben derweilen einmal ein bisschen Ruhe vor Verbauung. So schön hat uns Mutter Natur werden lassen. Artenvielfalt und Reichtum, sowohl an Pflanzen als auch an Tieren, hat sie uns geschenkt. Die Menschen brauchen das, sagt sie, nur viele vergessen manchmal darauf und schauen nicht mehr so genau hin. Der Alltag und die Schnelllebigkeit halten die Leute auf Trab. Und was macht mein Vormund, das Land Tirol. Beschäftigt sind sie, viel Arbeit und andere Sorgen haben unsere politischen Vertreter, so liest man. Dabei übersehen sie, dass man über das Raumordnungskonzept bereits an mir sägt. Habe keine Zeit mehr für Diskussionen, Gutachten oder Bewertungen, oder wie man das am Ende eben auslegt. Wenn ihr was für mich tun wollt, dann schützt mich bitte. Packt mich in einen Mantel, der mich für die Zukunft und für eure Nachkommen lebenswert macht. Ihr und eure Kinder werden davon profitieren, das verspreche ich euch.

Euer Haiminger Forchet

(Thomas Praxmarer, Haiming)

Haiminger Forchet c Marianne Götsch

Foto: Haiminger Forchetwald (Marianne Götsch)


Vielleicht können folgende Gedanken zu einem besseren Natur-Mensch-Verhältnis beitragen

  • Unser Planet ist klein und endlich. Er ist verletzlich und es liegt in der Macht und der Verantwortlichkeit der Menschheit, ihn zu zerstören oder aber nachhaltig lebenswert zu erhalten.
  • Wir Menschen sind nicht der Mittelpunkt des Universums oder die Krönung der Schöpfung. Wir sind Teil einer gemeinsamen Entwicklung, die alle Bereiche umfasst. Die Natur stellt einen Wert an sich dar, auch ohne unser Zutun. Sie hat ein Recht auf Unversehrtheit und ungestörte Entwicklung.
  • Unser Handeln muss bestimmt sein von Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse der gesamten Umwelt, zukünftige Generationen mit eingeschlossen. Es ist nicht zulässig, Anleihen bei der Natur zu nehmen, die nicht innerhalb eines überschaubaren Zeitraums beglichen werden können.

WIR WÜNSCHEN EIN GUTES NEUES JAHR UND VOR ALLEM VIEL GESUNDHEIT! UNSERE INITIATIVE WIRD SICH AUCH 2021 FÜR DEN SCHUTZ UNSERER WUNDERBAREN NATUR EINSETZEN!

Feldringer Böden

Foto: Werner Schwarz


National Geographic Bericht über unsere Bürgerinitiative

Unsere Initiative findet internationale Beachtung. Seit ein paar Tagen ist auf der offiziellen website von NATIONAL GEOGRAPHIC ein Beitrag online, der unseren Widerstand gegen die Gletscherzerstörung thematisiert. Ein Millionen-Publikum wird so auf eine Entwicklung aufmerksam gemacht, die immer mehr Naturräume zerstört.

23.12.2020: In the Alps, ski resorts are desperately battling climate change — and local resistance


Da die Natur keine eigene Stimme hat, wollen wir deren Wünsche an das Christkind herantragen.

Brief der Natur an das Christkind:

Liebes Christkind,

es sind wahrlich keine leichten Zeiten für mich und das gewiss nicht wegen Corona. Die Pandemie hat mir in mancher Hinsicht sogar etwas Luft verschafft - bessere Luft während des Lockdowns, als die Autos in der Garage und die Flugzeuge am Boden blieben.

Mein Problem ist die Maßlosigkeit der Menschen, die mich oft nur als Mittel zum Geldverdienen sehen und sich hemmungslos an meinen Schätzen bedienen. Bei manchen Zeitgenossen scheint die Profitgier keine Grenzen zu kennen. Sie schrecken nicht einmal davor zurück, ihr eigenes, begrenztes Land an zahlungskräftige Investoren zu verscherbeln und meine schönsten Flecken mit Hotels und Chaletdörfern zu verunzieren.

Was nicht verkauft wird, wird versiegelt, mit Asphalt und Beton. Tag für Tag werden mir und meinen Geschöpfen Flächen im Ausmaß von 20 Fußballfeldern allein in Österreich entzogen. Besonders traurig bin ich, wenn sie auch noch meine letzten Reste alpiner Ursprünglichkeit und Wildnis mit Liften und Seilbahnen überziehen. Nicht einmal vor meinen Gletschern machen sie Halt, die ohnehin schon unter dem Klimawandel zu leiden haben. Auch die Landwirtschaft, die früher mein Verbündeter war, hat sich gegen mich gewandt. Überdüngung, Pestizide und Monokultur führen dazu, dass immer mehr meiner Pflanzen für immer vom Planeten verschwinden. Auch meine Tiere leiden unter dem Verlust ihres Lebensraumes, Massenhaltung und oft fürchterlichen Transportbedingungen.

Glücklicherweise gibt es Hoffnung. Immer mehr Bürger wehren sich gegen meine Zerstörung. Zuletzt haben mehr als 160.000 Menschen eine Petition gegen die Gletscherzerstörung unterschrieben. Vielleicht kannst du, liebes Christkind, den Menschen eine klare Botschaft schicken, damit sie verstehen, dass sie ohne mich nicht überleben werden. Es muss ja nicht gleich eine Pandemie sein.

Deine Natur

Frohe Feiertage

Podcastbeitrag & Radiosendung

Liebe UnterstützerInnen,

Hier könnt ihr euch über die Entstehung unserer Bürgerinitiative und über unsere weiteren Ziele informieren: www.aufstehn.at - Podcast

Am Samstag, 05.Dezember, 09:05 wurde auf Ö1 in der Sendung "Hörbilder" ausführlich über die umstrittene Gletscherehe berichtet: "Umstrittene Gletscherehe in Tirol"
Die Sendung kann bis 12.12. über "7 Tage Ö1" nachgehört werden.

Projektgebiet Vincent Sufiyan, WWF

Foto: Vincent Sufiyan, WWF


Gletscherverbauung: Steigende Wertschätzung für ursprüngliche Natur

Liebe UnterstützerInnen,

unsere Petition hat inzwischen mehr als 160.000 Unterschriften für den Gletscherschutz gesammelt. Vielen Dank für euer großartiges Engagement!

In Zeiten von Corona steigt das Bewusstsein für den Wert von intakten Naturräumen. Besonders während des Lockdowns wurde uns deren Bedeutung als Erholungs- und Rückzugsgebiete klar vor Augen geführt. Die gestiegene Sensibilität spiegelt sich auch in den Ergebnissen einer kürzlich vom WWF durchgeführten Umfrage wider. Darin sagen 87% der Befragten, dass eine Verbaaung von noch ursprünglichen Gletscher-Landschaften nicht akzeptabel ist.

Auch die restlichen Ergebnisse der Umfrage sprechen eine klare Sprache:

  • 81 Prozent befürchten bei einer weiteren Verbauung der Landschaft negative Auswirkungen auf Erholung und Naturerlebnis.
  • Bei Pisten und Beschneiungsanlagen sprechen sich 39 Prozent für einen Rückbau aus und weitere 47 Prozent für die Beibehaltung des Ist-Zustands. Nur neun Prozent wollen mehr Pisten und Beschneiungsanlagen.
  • 84 Prozent der Befragten gaben auch an, dass attraktive, ursprüngliche Landschaften für den Tourismus in Zukunft immer wichtiger werden.
  • 89 Prozent wünschen sich einen verbindlichen ausnahmslosen Schutz der Gletscher- und Hochgebirgsregionen vor weiterer Verbauung.
  • 91 Prozent der Befragten waren für eine Ausweisung von ursprünglichen Landschaften als Ruhezonen, wo keine großen Infrastrukturen gebaut werden dürfen.

Die Zahlen geben Anlass zu Optimismus! Nun ist es wichtig, dass die Botschaft auch bei den Tourismusverantwortlichen und in der Politik ankommt. Es ist zu wünschen, dass sich der Tourismus in Tirol rasch erholt und die Gäste bald wieder unsere wunderbare Natur genießen können. Es ist aber auch notwendig, dass man sich hierzulande auf einen naturverträglichen und nachhaltigen Umgang mit begrenzten Landschaftsressourcen besinnt.

Vielleicht ist Corona ein Anstoß, über den Wert ursprünglicher Natur für uns und für die nächsten Generationen nachzudenken.

Mit naturverbundenen Grüßen

Gerd Estermann

Projektgebiet

Foto: Andreas Aschaber


Unser Feldring - Lebensraum für Mensch und Natur

Ein knappes Jahr nachdem die Betreiber des Skigebietszusammenschlusses Kühtai - Hochoetz ihren Antrag zurückgezogen haben, erscheint eine umfangreiche Broschüre mit dem Titel "Unser Feldring - Lebensraum für Mensch und Natur". Auf 60 Seiten wird die Schönheit der Feldringer Böden in eindrucksvollen Fotos dokumentiert. Die schützenswerte Flora und Fauna der Region erschließt sich in interessanten Detailaufnahmen und fachlichen Kommentaren. Als Besonderheit gelten die zahlreichen Klein- und Kleinstgewässer, die sogenannten "Lacken", Lebensraum für zahlreiche Amphibien- und Insektenarten. Sie verdanken ihre Existenz einer langsamen Kriechbewegung des Festgesteins unter dem Einfluss der Schwerkraft. Dadurch entstehen sogenannte Nackentäler, in denen sich das Wasser sammelt.

Für den Inhalt verantwortlich zeichnen Univ. Prof. Dr. Rudolf Hofer und seine Frau Elisabeth, die in unzähligen Stunden ihr persönliches Lieblingsgebiet porträtiert haben. Dr. Hofer ist nicht nur Experte für Gebirgsflora und -fauna, sondern auch ein ausgezeichneter Fotograf mit einem Auge für das Detail.

Finanziert wurde die Broschüre mit einer Auflage von 3000 Stück vom Naturschutzfonds des österreichischen Alpenvereins und den Naturfreunden Tirol.

Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre und hoffen mit dieser Broschüre die Bedeutung des Hochplateaus als Naturerlebnis- und Rückzugsgebiet aufzeigen zu können.

Silleskogel c Philipp Tschaikner

(Foto: Nicholas Roemmelt)


Liebe UnterstützerInnen,

in den vergangenen Wochen ist viel passiert im Zusammenhang mit dem Verfahren um den Zusammenschluss der Gletscherskigebiete Pitztal - Ötztal.

Nur wenige Tage vor der anberaumten mündlichen Verhandlung zur Umweltverträglichkeitsprüfung wurde der Termin auf Wunsch der Antragsteller auf unbestimmte Zeit vertagt. Diese begründeten die Verschiebung mit notwendigen Nachbesserungen im Zusammenhang mit den in den Gutachten als untragbar eingestuften Auswirkungen des Projekts auf Landschaft und Mensch. Wir glauben, dass die Befürchtung, der Antrag könnte schon in der ersten Instanz scheitern, der wahre Grund ist.

Wie auch immer, es ist ein Etappensieg für uns, der zu einem großen Teil eurer großartigen Unterstützung zuzuschreiben ist - vielen Dank dafür! Auch die große Medienaufmerksamkeit hat dazu beitragen, dass halb Europa auf den geplanten Naturfrevel aufmerksam wurde.

Der Raubbau geht weiter:
Indessen scheinen Politik und Seilbahnwirtschaft noch immer nicht die Zeichen der Zeit zu erkennen. Wenige Wochen vor Weihnachten wurde bekannt, dass der Zillertaler Seilbahnunternehmer Heinz Schultz im Skigebiet Hochzillertal ohne behördliche Genehmigung eine Piste errichten ließ. Bereits im Jänner hat die Tiroler Landesregierung nun diese illegal errichtete Piste im Gebiet Hochzillertal nachträglich genehmigt. Die Erteilung einer Bewilligung ist ein fatales Signal und ermuntert zu weiteren illegalen Neuerschließungen. Darüber können auch die erteilten Auflagen nicht hinwegtäuschen. Die milden Geldstrafen werden aus der Portokassa beglichen. Inzwischen gibt es Pläne, eine durchgehende Liftverbindung vom Inntal bis in das Zillertaler Gletschergebiet zu errichten.

Wir werden auf diese neuerlichen Angriffe auf Tirols wertvolle Naturräume reagieren:

  • Voraussichtlich im März werden wir unsere Petition an den Landeshauptmann übergeben und dabei auch einen Forderungskatalog überreichen, dessen zentrale Punkte die Festlegung von verbindlichen Ausbaugrenzen und eine Neuausrichtung in der touristischen Entwicklung Tirols mit den Schwerpunkten Naturverträglichkeit und Nachhaltigkeit sein werden.
  • Um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen, werden wir auch über weitere Maßnahmen, wie eine Protestkundgebung oder eine Volksbefragung nachdenken.
  • Auch im Zillertal nimmt der Widerstand jetzt konkrete Formen an. Eine Allianz aus mehreren lokalen und überregionalen Gruppen und Organisationen will gegen die Naturzerstörung und den ausufernden Verkehr ankämpfen.

Die nächsten Wochen und Monate werden wir jedenfalls für eine konstruktive Arbeit zum Schutz unserer alpinen Umwelt nützen.

Mit naturverbundenen Grüßen,
Gerd Estermann

Silleskogel c Philipp Tschaikner

Foto: Philipp Tschaikner


Die Bürgerinitative Feldring wünscht ein gutes Neues Jahr

In den letzten Wochen wurden wir einige Male von Kamerateams von ZDF und ORF bei unserer Arbeit zum Erhalt unberührter Berglandschaften begleitet. Die daraus entstandenen Berichte werden im ORF in einer einwöchigen Magazine-Serie unter dem Titel "Land der Skifahrer - Zukunft Wintertourismus" ab 7. Jänner in ORF2 ausgestrahlt. Das ZDF wird voraussichtlich am 23.12.2019 und 6.1.2020 über uns berichten.

Nähere Informationen zu den Sendeterminen findet ihr hier: Sendetermine ORF und ZDF

Aufgrund der Regierungsangelobung hat der Report kurzfristig sein Programm geändert. Der Beitrag wird um eine Woche verschoben, es kommt dann am Dienstag den 14.01. ein Teil Nachmittags in Konkret und die große Geschichte dann wie gehabt am Abend im Report.

Weihnachtliche Grüße


Du kannst die Petition "Nein zur Gletscherverbauung Pitztal-Ötztal!" jetzt auch "händisch" unterzeichnen!

Einfach ausdrucken, möglichst viele unterschreiben lassen und an die angegebene Adresse senden oder einscannen und per Email senden. Vielen Dank für deine Unterstützung!

Eine messerscharfe Analyse - unbedingt lesenswert! im Standard vom 9.11.2019


"Nein zur Gletscherverbauung Pitztal-Ötztal!" - Petition gestartet

Gletscher sind ein Relikt der Eiszeit und ein beeindruckender Teil der hochalpinen Natur. Sie sind ein äußerst sensibles Ökosystem und ein wertvolles Trinkwasserreservoir für große Einzugsgebiete. Angesichts ihres rasanten Rückganges in den vergangenen Jahrzehnten ist dem Schutz noch naturbelassener Gletscherlandschaften unbedingte Priorität einzuräumen.

Nähere Infos:
www.alpenverein.at
www.seele-der-alpen.at

Blick auf das Projektgebiet

Noch ist diese Gletscherzunge vom Massentourismus unberührt. Das könnte sich bald ändern, wenn es nach dem Willen der Projektbetreiber geht. (Foto: WWF_Vincent Sufiyan)


Gletscherschutz

Klimaschutz ist Gletscherschutz

Wie kann man in Zeiten von Klimaerwärmung und Gletscherschwund noch an die Verbauung von großen Gletscherflächen denken? Nicht alles, was kommerziellen Erfolg verspricht, rechtfertigt die damit verbundenen Eingriffe in die Natur.

"Nein zur Gletscherverbauung Pitztal-Ötztal! - Hände weg von unseren Gletschern!"


NEIN ZUR GLETSCHER-VERBAUUNG!

www.seele-der-alpen.at

Nein zur Gletscherverbauung! - Mailing-Aktion

Wenn dir der Schutz unserer Gletscher am Herzen liegt, kannst du dich jetzt über diese Seite unserer Partner WWF-Österreich, Österreichischer Alpenverein und Naturfreunde Tirol umfassend informieren und selbst aktiv werden: www.seele-der-alpen.at

Sende mithilfe des eingebauten Buttons eine Email an LH-Platter. Du kannst den vorgegebenen Text verwenden oder diesen abändern. Bitte achte auf einen höflichen und respektvollen Ton.

Wir wollen auch der nächsten Generation noch unverbaute Naturlandschaften hinterlassen!


Allianz gegen Gletscherverbauung Pitztal - Ötztal

Wollen sich gemeinsam gegen die Gletscherverbauung "Pitzal - Ötztal" einsetzen: v.l.n.r. Josef Schrank (WWF Österreich), Carola Wartusch (Naturfreunde Tirol), Gerd Estermann (Bürgerinitiative Feldring), Anabel Heger (Fa. Patagonia) und Benjamin Stern (ÖAV) (Foto: Estermann)

Starke Allianz gegen Gletscherverbauung Pitztal - Ötztal formiert sich

Der geplante Gletscherzusammenschluss Ötztal - Pitztal wurde bisher von einem großen Teil der Tiroler Bevölkerung als vernünftiges Projekt mit überschaubaren Eingriffen in die Natur wahrgenommen. Jetzt, nach Vorliegen der Einreichunterlagen für die UVP, werden die wahren Dimensionen des Projektes sichtbar. Allein das geplante dreistöckige Seilbahnzentrum am Pitztaler Gletscher mit über 15.000 m² Nutzfläche und Restaurants und Bars für 1.600 Gäste zeigt die Maßlosigkeit der Projektpläne." Wenn es nach dem Willen der Betreiber geht, bleibt tatsächlich kein Stein auf dem anderen. 750.000 m³ Gestein, Erde und Eis sollen durch Abtrag und Sprengung bewegt werden, das entspricht mehr als 30.000 LKW-Ladungen Material.

Tatsächlich ist einer der schwerwiegendsten Angriffe der letzten Jahrzehnte auf die hochalpine Natur geplant - und das in Zeiten von Klimawandel, Gletscherschwund und einer zunehmend sensibilisierten Bevölkerung.

In einem Treffen mit Vertretern des Österreichischen Alpenvereins, der Naturfreunde Tirol und des WWF Österreich haben wir die Gründung einer starken Allianz gegen die Gletscherverbauung beschlossen und werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, um dieses Vorhaben zu stoppen.

Am 24. Oktober, 19:00, ist eine Info-Veranstaltung über das Bauprojekt in den Geschäftsräumen des Unternehmens „Patagonia“ (Maria-Theresien-Straße, Nähe Triumphpforte) geplant, die auch eine Anlaufstelle für lokale Umweltgruppen bieten.

Die Natur hat schon genug gegeben, jetzt liegt es an uns, die vorhandenen Ressourcen so zu verwalten, dass auch nachfolgende Generationen noch unverbrauchte Natur genießen können.

Das Ausmaß der Ausbaupläne am Linken Fernerkogel - Foto: WWF/Serghei Vlasenco

August 2019: SZENARIO EINER GEPLANTEN GLETSCHERZERSTÖRUNG

und wie man sich dagegen zur Wehr setzen kann: Link zum Österreichischen Alpenverein

Eckdaten zur geplanten Gletscherverbauung Pitztal-Ötztal

  • 35.000 m³ verbauter Beton
  • Sprengung & Abtrag von über 750.000 m³ Gestein, Erde & Eis
  • Mehr als 116 Fußballfelder permanenter Flächenverbrauch

  • Die geplanten Bauprojekte umfassen unter anderem:
  • Drei Seilbahnen
  • Dreistöckiges Seilbahnzentrum (über 15.000 m² Nutzfläche)
  • Restaurants und Bars (Kapazität für 1.600 Gäste)
  • Befahrbarer Tunnel (600 m Länge, 7 m Durchmesser)
  • Asphaltierter Speicherteich (104.000 m³)
  • Zusätzliche Beschneiungsanlage
  • Mehr als vier Kilometer an Straßen und Wegen
  • Planierung, Überschüttung, Abtrag von 72 ha gewachsenem Gletscher
  • Schleifung eines Berggrats am Linken Fernerkogl um 40 Höhenmeter und 120.000 m³
  • Die Gletscherverbauung Pitztal-Ötztal sieht vor, dass eine Fläche von rund 90 Fußballfeldern (64 Hektar) an wild zerklüfteter Gletscherlandschaft zu Schipisten eingeebnet und planiert wird. Für die Errichtung neuer Gebäude sollen zwei Fußballfelder (1,6 Hektar) an Gletschereis abgetragen werden.
  • Gletscherverbauung Pitztal-Oetztal

    (Quelle: ÖAV)

    08.08.2019: Beitrag in der Sendung Magazin 1 in ORF1: GENUG SCHEINT NIE GENUG!

    Es ist unverständlich, dass in Zeiten von Klimaerwärmung und Gletscherschwund die Zerstörung einer großen Fläche sensibler Gletschergebiete geplant ist. Wie so oft geht es auch hier nicht nur um einen Zusammenschluss, sondern um eine massive Ausweitung der Pistenkilometer. "Höher, weiter, schneller" lautet offensichtlich die Devise, die noch mehr Geld in die Kassen der Seilbahngesellschaften und Touristiker spülen soll - genug scheint nie genug! Wir werden unseren Partner ÖAV mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen, um diese verhängnisvolle Entwicklung zu stoppen!

    Gletscherverbauung Pitztal-Oetztal

    vor der Sommerpause 2019: Die Bürgerinitiative Feldringer Böden beriet über die eigene Zukunft und die der Region

    Bei unserer letzten Sitzung vor der Sommerpause bildete die Frage der grundsätzlichen Ausrichtung unserer Initiative den Schwerpunkt der Diskussion.
    Schnell war erkennbar, dass mit dem Rückzug der Betreiber aus dem Projekt Feldringer Böden - Schafjoch nicht gleichzeitig auch das Ende der Bürgerinitiative gekommen sei. Einerseits will man wachsam bleiben, da die Betreiber jederzeit mit einem neuen Antrag das Projekt wieder aktualisieren könnten, andererseits möchte man das Potential von mehr als 17.000 UnterstützerInnen nicht ungenutzt lassen.

    BI-Sprecher Gerd Estermann: "Ich persönlich sehe die Möglichkeit, die derzeit positive Stimmung in Fragen des Naturschutzes und die guten Kommunikationsmöglichkeiten mit unseren UnterstützerInnen konstruktiv einzusetzen, um auch dem Naturschutz das Gewicht von "öffentlichem Interesse" zu verleihen. Dieser Begriff wurde und wird oft missbraucht, um die wirtschaftlichen Interessen einiger weniger durchzusetzen. Nicht selten werden so Gemeinde- bzw. Bürgermeisterwünsche durchgedrückt und einer politisch motivierten Klientelpolitik zu Lasten von Natur und Umwelt Tür und Tor geöffnet."

    Allerdings möchte man die eigenen Ressourcen nur sehr sparsam und gezielt einsetzen. "Wir wollen keinesfalls eine Art Verein oder andere institutionalisierte Anlaufstelle für Umweltprobleme sein. Dafür gibt es bereits etablierte Einrichtungen wie die Umweltanwaltschaft oder die alpinen Vereine. Unsere Stärke liegt in der schnellen Mobilisierung von vielen Menschen, wenn es um deren Lebens- und Umweltqualität geht. Eine Bewegung verliert sehr schnell ihre Kraft und Glaubwürdigkeit, wenn sie zur Institution wird." Aus diesem Grund werden wir uns sowohl geographische als auch inhaltliche Beschränkungen auferlegen. Der Schwerpunkt unserer Aktivitäten wird weiterhin im Tiroler Oberland liegen. Die Anliegen müssen eine gewisse Größenordnung haben und in unmittelbarem Zusammenhang mit Natur- und Umweltschutz stehen.

    Diese Bedingungen werden zurzeit von einem Projekt erfüllt, gegen das der Österreichische Alpenverein federführend mobil macht, die sog. "Gletscherehe" Pitztal - Ötztal. Ohne zwingende wirtschaftliche Notwendigkeit ist die Zerstörung einer großen Fläche sensibler Gletschergebiete geplant. Wie so oft geht es auch hier nicht nur um einen Zusammenschluss, sondern um eine massive Ausweitung der Pistenkilometer. "Höher, weiter, schneller" lautet offensichtlich die Devise, die wir uns in Zeiten von Klimawandel und Gletscherschwund nicht mehr länger leisten können und wollen. Wir werden unseren Partner ÖAV mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen.


    14.07.2019 "Wir wollen uns nicht allein den Kopf zerbrechen, wie die zukünftige Entwicklung unserer Region unter dem Aspekt der Naturverträglichkeit und Nachhaltigkeit aussehen soll.

    ANTRAG:

    Getrieben von der Sorge, weitere Mitglieder könnten enttäuscht den Beirat verlassen, halten wir es für wichtig, um nicht zu sagen unumgänglich, dass nun die Projektwerber und Touristiker in der nächsten Sitzung ihre Ideen und Gedanken für die zukünftige Gestaltung der Region unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltig- und Umweltfreundlichkeit präsentieren und offenlegen.

    Besonders in der letzten Sitzung wurde der Eindruck erweckt, man entferne sich von dem in der ersten Sitzung in Haiming gemeinsam gesetzten Ziel, der
    „Nachhaltigen naturverträglichen Entwicklung der Region“
    .
    Die Gründung des Beirats sollte eigentlich einen Neustart signalisieren, tatsächlich wird aber hauptsächlich Vergangenheitsbewältigung betrieben bzw. werden seitens der Projektwerber jeweils lediglich abgeschlossene Vorhaben ins Treffen geführt. Das ist entschieden zu wenig.
    Es ist daher allerhöchste Zeit, über konkrete Maßnahmen oder zumindest über Visionen für die Zukunft zu sprechen, um nicht unnötig Zeit und Geld zu verschwenden.
    Langfristig gesehen möge der Beirat zur Absicherung der eigenen Nachhaltigkeit auch ein Strategiepapier erarbeiten, das den drei Gemeinden als Memorandum überreicht werden kann.

    Dieser Antrag wird unterstützt von:

    Liliana Dagostin, Gerd Estermann, Ernst Gabl, Heiner Haid, Alexandra Harrasser, Petra Hofmann, Daniela Holaus, Reinhard Holaus, Süleyman Kilic, Desiree Kopp, Adi Meierkord, Wolfgang Neurauter, Michaela Ofner, Thomas Praxmarer, Bernhard Stecher, Hanspeter Schrott, Markus Welzl, Alexandra Zollitsch

    Fotos hier: Aktuelles

    14.06.2019 "BÜRGERINITIATIVE-FELDRINGER BÖDEN" FEIERT

    Am Freitag, 14.Juni feierten wir bei einer gemütlichen Feier auf der Karrer Alm mit Blick auf die Feldringer Böden und das Schafjoch die (vorläufige) Rettung eines Naturjuwels!

    Fotos hier: Aktuelles

    07.06.2019: Es gibt einige Neuigkeiten. In den nächsten Tagen werden diese schrittweise hier veröffentlicht.

    07.06.2019 Wir trauern um einen unserer engagiertesten Mitstreiter

    Peter Seethaler war der Schutz unserer Natur ein Herzensprojekt und er betreute ehrenamtlich unsere Internetpräsenz. Am 17.05.2019 schlief er friedlich und unerwartet ein. Wir sind unendlich traurig über das plötzliche Ableben unseres Freundes. Er war engagiert, hilfsbereit, kompromisslos und trotzdem immer höflich und zurückhaltend. Sein hintergründiges Lächeln und seine trockenen Kommentare werden wir vermissen. Auch seine fachliche Kompetenz als Betreuer unserer Homepage wird uns fehlen. Er wird eine große Lücke in unserer Gemeinschaft hinterlassen.
    Er wird eine große Lücke in unserer Gemeinschaft hinterlassen. Wir werden Peter nicht vergessen und unser Mitgefühl gilt von ganzem Herzen seiner Familie.

    16.05.2019: Auftaktsitzung des sog. "BEIRAT ZUKUNFT FÜR OETZ, HAIMING UND SILZ" in Haiming

    Unter der Leitung einer Innsbrucker Kommunikationsfirma fand gestern in der Seniorenstube im Gemeindezentrum Haiming die Auftaktsitzung des sog. "Beirates Zukunft" statt.
    Dieser sollte Zukunftsbilder für die Region entwickeln und gemeinsame Ziele formulieren.

    Wir trauern um einen unserer ersten und mutigsten Mitstreiter

    Hansjörg Auer liebte die Natur und wusste um ihren Wert und ihre Zerbrechlichkeit. Er war kompromisslos, wenn er von einer Sache überzeugt war. Er war authentisch, ungeschminkt in seiner Wortwahl und gerade deshalb so überzeugend.
    Wir werden Hansjörg nicht vergessen, unser ganzes Mitgefühl gilt seiner Familie.


    Hier findest Du eine "vertonte Diaschau" zum Thema "Liftehe Kühtai - Hochoetz" mit einigen Meinungen, kombiniert mit einem Livemitschnitt  der Petitionsübergabe vom 29. März 2019 ...

    Herzlichen Dank an Robert Cervenka aus Ötztal Bhf. für diesen tollen Beitrag!


    Unsere sehr engagierte und kompetente Petitionsbetreuerin Johanna Morandell von "mein.aufstehn.at" hat in einem sehr informativen Blogbeitrag unsere Aktivitäten der letzten Wochen und Monate zusammengefasst.

    Ihre Zusammenfassung findest Du hier ...


    Vor Ort Demo "Gegen die geplante Neuerschließung zwischen den Skigebieten Hochötz und Kühtai" der Community "Mountain Wilderness Österreich" am Sonntag, den 07.04.2019:

    Wir unterstützen die Aktion von "Mountain Wilderness Österreich", welche uns folgende Informationen über ihre Kundgebung in ihrer Presseerklärung zukommen ließ:

    Siehe Pressererklärung "Mountain Wilderness Kundgebung im Kühtai findet große Zustimmung!" und Bericht aus der TT vom 09.04.2019 (PDF).

    Mountain Wilderness

    "Ja, die Resonanz der Skifaherer war wirklich erstaunlich gut!" vermeldet Michael Pröttel, Initiator der Aktion.


    Mittwoch, 03. April 2019: PETITIONSÜBERGABE AN DEN LANDESHAUPTMANN

    Petition an LH

    Nach unserem Treffen mit dem Landeshauptmann sind wir noch optimistischer, dass es uns gelingen wird, das Naturjuwel Feldringer Böden und Schafjoch in seiner Ursprünglichkeit zu bewahren.

    (Foto: Brandhuber)


    Freitag, 29. März 2019 ab 15:30 Uhr: PETITIONSÜBERGABE AM LANDHAUSPLATZ

    Wir möchten uns ganz herzlich bei jeder/jedem von euch für euer Engagement und eure Unterstützung bedanken!
    Danke für dein Kommen,
    nur gemeinsam können wir Dinge bewegen!

    Während viele Printmedien sehr ausführlich berichteten, war diese für ein tirolspezifisches Anliegen ungewöhnlich große und emotionale Bürgerbeteiligung dem ORF nicht einmal eine Kurzmeldung wert.
    Die 1000 Demonstrationsteilnehmer und jene 17.000 Bürger, welche die Petition unterzeichnet haben, hätten sich etwas mehr Aufmerksamkeit verdient.

    Ich glaube, wir sollten darauf reagieren, schließlich hat der ORF als öffentlich rechtlicher Sender, der über unsere Gebühren finanziert wird, auch eine Informationspflicht zu erfüllen.
    Ich bitte euch daher, an die unten angeführten Adressaten Emails zu senden, in denen ihr eurer Enttäuschung bzw. eurem Unmut Ausdruck verleiht.

    Ich bitte euch jedoch auch, im Ton sachlich und höflich zu bleiben.
    Gerne könnt ihr auch Gleichgesinnte dazu ermuntern.
    01.04.2019, Gerd Estermann

    Adressaten:
    robert.unterweger@orf.at; david.runer@orf.at; radio.tirol@orf.at; alexander.weglehner@orf.at; georg.oberhammer@orf.at; michael.irsperger@orf.at

    Als "ORF-Ersatz" hier unsere Petitionsübergabe als Videodokument:

    Wenn Du dieses Video herunterladen willst, kannst Du dies über diesen Link tun ..., es ist ca. 850 MByte groß.
    Quelle: Peter Seethaler

    Wir brauchen keine "Nachdenkpause".
    Wir sind uns sicher, dass dieses Projekt nicht zukunftsfähig ist.
    Bei der Kundgebung am 29.März haben wir gezeigt, dass viele ein ENDE und nicht einen Aufschub der Erschließungspläne wollen!

    Petitionsübergabe

    Wir haben unsere Petition (ohne persönliche Daten der mittlerweile schon mehr als 16.950 (!) UnterstützerInnen) an LH-Stvtr.in Ingrid Felipe übergeben und dabei auch unsere Forderungen durch eine Kundgebung am Landhausplatz unterstrichen!
    (Die Petition selber läuft weiter und kann noch unterschrieben werden!)

    Petitions-Unterschriftenbuch
    Stolz präsentieren Gerd und Tina Estermann die 16.342 Unterschriften der Petition in Buchform (mehr als 600 Seiten).
    Bei der Übergabe an Frau LH-Stvtr.in Ingrid Felipe am Freitag, 29.März wird nur ein Dokument mit der notariell beglaubigten Zahl und dem Petitionstext überreicht.
    Die Petition bleibt weiterhin offen und kann unterzeichnet werden.

    Wir freuen uns über jede Unterstützerin und jeden Unterstützer, die/der uns bei der Übergabe begleitet!

    Wir danken dem Österreichischen Alpenverein für seine mediale,
    sowie der Firma "Patagonia" für ihre finanzielle Unterstützung!

    Wir zählen auf Euch!


    Unter dem Titel "Ausverkauf der Tiroler Berge - Einheimische wehren sich" berichtete der ORF in der Sendung THEMA über unsere Initiative!

    Wegen der aktuellen Berichterstattung über das Urteil zur "Kuh-Attacke", wurde der für Montag, 25.02. angekündigte Beitrag über unsere Initiative in der Sendung THEMA auf Montag, 11.März 2019, 21:10, ORF2 verschoben.
    Wir registrierten mit großer Freude das große Echo auf unseren THEMA-Beitrag.

    Dass wir nicht die Einzigen sind, die sich gegen den "Ausverkauf der Berge" stemmen, beweist die gelichnamige Doku im SWR Fernsehen, die am Mi. 27.03.2019 um 20:15 Uhr ausgestrahlt wird!

    Thema

    Das "Haiminger Murmele" meldet sich wieder!


    Gemeindeversammlung im Silzer Mehrzwecksaal (NMS) am Freitag, den 25.01.2019 um 20:00 Uhr:

    Unsere Stellungnahme dazu findest Du hier ...

    Reaktionen auf die Gemeindeversammlung findest Du hier ...


    Die ARD berichtete am Dienstag, 08.01.2019 um 21:45 Uhr in "Report München" und um 23:30 Uhr auf "Tagesschau 24" zu unserem Thema Feldring!

    Viele Seherinnen und Seher haben bereits reagiert ...

    ADR

    Oben: Das ARD-Team gegenüber dem Faltegarten Kögele, unten: Im Hintergrund das Schafjoch

    ADR

    Die Meinung des "HOAMINGER MURMELE":

    Das "HOAMINGER MURMELE"

    Unsere Veranstaltung war ein voller Erfolg!

    Mehr als 400 Menschen sind unserer Einladung gefolgt. Das zeigt, dass unser Anliegen von vielen Menschen aus der Region mitgetragen wird.
    Erfreulich, dass die Diskussion fair verlief und sich das Publikum intensiv daran beteiligt hat.

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    Veranstaltung zu Feldringer Böder
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    Bericht im ORF vom 18.11.2018
    Bericht der Tiroler Tageszeitung vom 18.11.2018


    Berührende Video-Botschaft an den Landeshauptmann.


    Unterschreibe auch unsere Petition auf https://mein.aufstehn.at/!

    Hier findest Du uns auf Facebook ...