Windpark auf den Feldringer Böden abgesagt - zu wenig Wind
Vor acht Jahren waren es die Begehrlichkeiten der Tourismuswirtschaft, welche die Feldringer Böden durch den geplanten Zusammenschluss der Skigebiete Hochoetz und Kühtai erschließen wollte. In den vergangenen Jahren rückte dasselbe Gebiet als möglicher Standort für einen Windpark mit acht Windkraftanlagen in den Fokus der Energiewirtschaft.
Die Betreibergesellschaften des geplanten Windparks Feldring, Androschin und Ecowind, haben nun kürzlich mitgeteilt, dass das (Wind-)Potenzial auf den Feldringer Böden nicht ausreicht, um einen wirtschaftlichen Betrieb sicherzustellen. Die Feldringer Böden bleiben also vor weiteren Erschließungsbestrebungen verschont. Damit hat letztlich die Natur selbst den Ausschlag gegeben.
Wir hoffen und erwarten, dass auch die Windmessungen am nur wenige Kilometer entfernten Amberg zu einem ähnlichen Ergebnis führen und der Brandsee in seiner ursprünglichen Umgebung erhalten bleibt.
Wir sind keine grundsätzlichen Gegner der Windkraft. Wir nehmen Klimawandel und Energiewende sehr ernst. Entscheidend ist jedoch die Wahl des richtigen Standorts. So wie niemand auf die Idee käme, im flachen Ostösterreich ein Pumpspeicherkraftwerk zu errichten, sollte auch bei Windkraftanlagen darauf geachtet werden, dass die natürlichen Voraussetzungen am jeweiligen Standort tatsächlich geeignet sind.


